Privates Netzwerk Medizingeschädigter - Opfer berichten, helfen und suchen weitere Kontakte

© 2006
Geoffrey & Mike
Initiatoren und Betreiber


Medizinische Fehlbehandlung, verpfuscht?
Was dann?
Opfer berichten, helfen und suchen weitere Kontakte!

Für unsere
ausländischen
Mitbürger
Germany - aerzte-pfusch English - MEDICAL MALPRACTICE France - Erreur Médicale Turkey - DOKTOR HATASI
Hungarian - Orvosi hibák polish italiano - sbaglio medico
Nederlands

Dies ist eine kostenlose Unterseite im Privaten Netzwerk Medizingeschädigter.
Hier könnte auch Ihr Erlebtes veröffentlicht werden.

Kontakt


Netzwerk
für Medizingeschädigte -
Opfer von Ärztefehlern helfen sich gegenseitig ...>>>


Ärztepfusch bei den Göttern in Weiß


"Ärztefehler -
und dann?"
Was Medizingeschädigte erleiden... >>>


"Durchhalten bis zur Selbstaufgabe"


Verjährungsfristen
im Arzthaftungsrecht nach der Neuregelung ab 01.01.2002


Gutachten
bei Verdacht auf Behandlungsfehler
und
Gerichtsurteile zur Herausgabe der Krankenunterlagen

Pflegestufen
Pflegesach- und Pflegegeldleistung


Statistik
Gesetzliche Auskunftspflicht


Was halten Sie vom Schicksal ?


Genfer Gelöbnis
Berufsordnung
der Ärzte
und
Eid des Hippokrates


An die Politik
Bundestagswahl 2002 Fragen und Antworten - Auch heute noch sehr aktuell!


Adressen
Adressen und Tipps von A bis Z


Literatur
Bücher zum Thema, Videos, Reha (z.B., Hilfsmittel-Kataloge) nach Themengebieten geordnet - mit Bezugsquellen Verzeichnis


Kontakt
zum Netzwerk
riates Medizingeschädigter - Opfer berichten, helfen und suchen weitere Kontakte
Einstelldatum: 29.12.2006

Fehlerhafte Herzkathederuntersuchung

Der Staatsanwalt ermittelt noch. Gutachten in Deutschland brauchen seine Zeit





Mein Sohn xxxx starb am xx.xx.2006 , einem Mittwoch in der Uniklinik XXX, er wurde 19 Jahre alt.

xxx war von Geburt an Herzkrank und hatte zwei große Herzoperationen und viele, viele Herzkatheter immer mit einem Lächeln überstanden.

Er war immer ein Kämpfer, gegen die Krankheit, manchmal auch gegen sein Schicksal.

Am xx.xx.1999 bekam er ein "neues" Herz. Sein Herz war einfach zu schwach geworden, und er musste auch nur 4 Tage warten. Danach ging es ihm so gut wie nie zuvor. Wir waren so unendlich dankbar.

Dankbar den Ärzten, "dankbar" den Eltern des verunglückten Jungen, die sich in diese schweren Stunden dazu durchringen konnten, die Organe ihres Kindes freizugeben.

Der einzige Grund zum Unmut waren die vielen, vielen Herzkatheter, die mein Sohn nun über sich ergehen lassen musste. Aber er ertrug sie, manchmal mit ein wenig Murren, aber war er erst in der Klinik war alles in Ordnung, denn er war dort ja wie "zu Hause". Die Katheter waren für ihn aber doch so belastend, das er sie immer in Vollnarkose wollte.

Also wurde immer ein Anästhesist und eine Anästhesieschwester dazugeholt.. Eigentlich ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor.


Auch an diesem Tag war das so.

Ich fuhr ihn Dienstags nach xxxx und er wurden Voruntersuchungen, Blutwerte und die Narkose-Vorbereitung gemacht.

An diesem Tag wollte er nicht hin. Fing fast an mit mir zu streiten. Aber als er dort war, gab er sich zu Frieden.

Abends telefonierten wir noch mal mit einender, und er meinte, ich brauchte am Mittwoch nicht kommen, denn er wäre der erste und einzige Patient an diesem Tag, der zum Katheter käme, und er wäre ja dann sehr früh fertig, und ich solle dann lieber am Donnerstag recht bald kommen, damit er bald nach Hause käme

Wir machten, wie immer noch ein wenig Spaß, und ich wünschte ihm eine ruhige Nacht.

An diesem Mittwoch war ich sehr unruhig. Und ich wollte am Nachmittag nach xxx fahren, Egal was mein Sohn sagen würde, ich musste nach ihm sehen Um 12.00 Uhr rief ich in der Klinik an, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Da wurde mir mitgeteilt das mein Sohn noch nicht wieder auf Station sei.

Von da an war es um mich geschehen.

Und um 13.45 Uhr rief dann der diensthabende Oberarzt an und teilte mir am Telefon mit, das er meinen Sohn verloren hätte.

Ich werde diese Worte nie mehr in meinem Leben vergessen.

Als mein Mann und ich nach xxx kamen, stand mein Sohn in einer Abstellkammer. Kein Arzt hatte für uns Zeit und niemand konnte uns erklären was geschehen war.

Der Oberarzt hatte dann einen Abend später Zeit.

Und er erklärte uns, das der Katheter eigentlich schon zu Ende gewesen wäre, M.artin aus der Narkose aufgewacht, und schon extubiert (der Beatmungsschlauch war entfernt worden) gewesen wäre. Und dann ist alles eskaliert und er wurde reanimationspflichtig.

Die Wiederbelebungsversuche wurden dann nach einer Stunde abgebrochen. Er war nicht wieder zurück zuholen.

Alle möglichen Vermutungen wurden von Seiten der Klinik angestellt.

Lungenembolie, Herzinfarkt, Hirnblutung.

Da die Staatsanwaltschaft von der Klinik aus informiert werden musste, die Todesursache unklar war, wissen wir in der Zwischenzeit so ungefähr was geschah.

Bei der Katheteruntersuchung wurde ein Koronargefäß durchstochen. Es bildete sich ein Bluterguss, der das Reizleitungssystem des Herzens unterbrach. Dies hätte man mit einem Schrittmacher, der vorübergehend gelegt werden hätte können, einfach überbrücken können. Und die Blutung war auch nicht so stark ,das mein Sohn daran verblutet wäre.

Das Problem war einfach, das niemand merkte, das dies geschah, weil die Überwachung nach der Untersuchung und nach Ausleitung der Narkose einfach nicht durchgehend weitergeführt wurde.

In einem Protokoll erwähnte ein Arzt, dass wegen falschen Ableitungen, ausgelöst durch Bewegungen des Patienten, keine Überwachung möglich gewesen wäre.

Das ist absoluter Unsinn, denn ich selbst arbeite auf einer Intensivstation, und Überwachung ist immer möglich, muss immer möglich sein. Eine EKG Ableitung und einer Sauerstoffsättigung kann man immer so platzieren das Komplikationen erkennbar sind.

Erst eine Schwester erkannte an der Hautfarbe und den fehlenden Bewegungen das etwas nicht stimmte,dann wurde wieder einen Überwachung angeschlossen, und dann wurde sofort wieder alles getan um diesen Zustand zu ändern.

Aber es war zu spät.

Es waren 5 Personen medizinisches Fachpersonal (Ärzte und Schwestern ) im Raum, ein Patient. Niemand forderte eine durchgehende Überwachung, niemand fällt auf das mein Sohn sich auf einmal nicht mehr bewegt, er sich verändert, in Hautfarbe und Vitalfunktionen???

Reanimationspflichtig wird niemand in Sekunden, das dauert schon ein paar Minuten.

Der Staatsanwalt ermittelt noch. Gutachten in Deutschland brauchen seine Zeit.

Uns ist der Boden unter den Füßen weggebrochen. Immer war ich der Meinung die richtige Klinik, die richtigen Ärzte an meinen Sohn herangelassen zu haben.

Eben auch weil ich Krankenschwester bin hinterfrage ich das heute noch mehr und habe manchmal auch Schwierigkeiten meine Arbeit weiter zu tun.

xxx ist unsere einziges Kind, wir vermissen ihn unendlich.

Jeden Abend wenn ich zu Bett gehe, hoffe ich,dass ich aufwache aus diesem Alptraum, und jeden Morgen wache ich in diesem Alptraum auf.

Es ging ihm gut, er hatte einen Ausbildungsplatz und eine Freundin. Er wollte einfach nur Leben.

Nun müssen wir weiterleben ohne ihn, und das möchte ich diesen Ärzten gerne einmal sagen.



Kontakt zum Opfer

vates Netzwerk Medizingeschädigter - Opfer berichten, helfen und suchen weitere Kontakte


Haben Sie selber Ärztepfusch erleben müssen?
Möchten sie auf einer kostenlosen Internetseite (Unterseite) darüber berichten?
Sie können über folgende Mailadresse sofort Kontakt zu uns aufnehmen:


info@geoffrey-mike.de


Merke:
Wir sind Betroffene und wollen uns nicht am Elend unserer Mitmenschen bereichern. D.h. unsere Hilfe und Information ist kostenlos.



© 2001-2006 Contents, Graphics & Pictures Copyright © by Privates Netzwerk Medizingeschädigter - Geoffrey & Mike - Initiatoren und Betreiber, info@geoffrey-mike.de. Alle Rechte vorbehalten.

Jede, auch nur auszugsweise, Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Erlaubnis von Geoffrey & Mike.

Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Eine Haftung wegen befolgen oder nicht befolgen der hier angebotenen Informationen wird nicht übernommen.

Unser Internetangebot wird ausschließlich aus unseren privaten Mitteln finanziert. Wir sind Betroffene und wollen uns nicht am Elend unserer Mitmenschen bereichern. Wir verfolgen keine kommerziellen Interessen und/od. den Anspruch auf öffentliche/private Förder-, Sponsoren- und Spendengelder. Die Weitergabe von Adressen usw. an Dritte kann nur mit ausdrücklichem persönlichem Einverständnis des Betroffenen erfolgen. Der Handel mit Adressen, aus welchem Grund auch immer, ist bei uns ausgeschlossen! Zusätzlich verweisen wir ausdrücklich auf unseren Disclamer/Rechtshinweis

Alle Angaben ohne Gewähr.